Bundestagswahl 2021

Wer nicht wählen geht, hilft vor allem den großen Parteien

In wenigen Wochen, am 26.09.2021 haben wir die nächste Möglichkeit den Bundestag und unsere nächste Regierung zu bestimmen. Ebenso werden an diesem Tag  die Wahl zum 19. Berliner Abgeordnetenhaus, die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern und Kommunalwahlen (Stichwahlen) in Niedersachsen durchgeführt.

Viele Fragen sich ob sie zur Bundestagswahl 2021 gehen sollen. Wer am Wahltag zu Hause bleibt, beeinflusst das Ergebnis. Weil er seinen Stimmenanteil „verschenkt“. Davon profitiert die stärkste Partei.  Eine „Enthaltung“ ist im deutschen Wahlrecht nicht vorgesehen, daher ist es wichtig das ALLE zur Wahl gehen. Warum Nichtwähler dennoch mitwählen bedarf einer Erklärung.

Die Großen profitieren am meisten

Zunächst eine rein mathematische Rechnung: Demnach „profitieren“ alle Parteien insofern von vielen Nichtwählern, weil sie selbst mit (absolut) weniger Stimmen ihr angepeiltes (prozentuales) Wahlziel erreichen können. Denn der „Kuchen“, der bei der Wahl verteilt wird, also die Gesamtheit der Sitze im Bundestag, wird durch eine geringe Wahlbeteiligung schließlich nicht kleiner. Die Nichtwähler verschenken lediglich ihren Stimmenanteil – und sind damit dem Votum der übrigen Wähler ausgeliefert.

Angenommen die CDU/CSU würde am 22. September 40 Prozent der Wählerstimmen anstreben. Für ein solches prozentuales Ergebnis benötigte sie deutlich weniger Stimmen, wenn nur 40 statt beispielsweise 50 Millionen Bürger zur Wahl gehen würden. Dieser Mechanismus gilt natürlich für alle politischen Gruppen, unabhängig vom angestrebten Ergebnis.

Eine mathematische Gesetzmäßigkeit

Aber: Anteilig profitiert die Partei mit den meisten Wählerstimmen auch am stärksten von vielen Nichtwählern. Das ist eine mathematische Gesetzmäßigkeit, die aller Voraussicht nach der CDU/CSU nützen wird, die in allen Meinungsumfragen deutlich vorn liegt.

Durch ihre nicht Wahl geben auch Nichtwähler indirekt ein Votum ab. Somit sind auch die Nichtwähler für das Wahlergebnis ein Stück weit mitverantwortlich.

Die Möglichkeit einer Stimmenthaltung auf dem Stimmzettel ist übrigens gesetzlich nicht vorgesehen.

Daher ist es wichtig das so viel Menschen wie möglich zur Wahl gehen und von Ihrem Recht gebrauch machen. Ist man mit keiner der etablierten Parteien (CDU/CSU, SPD, Die Linke, FDP, Die Grünen, AFD) und deren Programm einverstanden und oder unzufrieden mit der gemachten Politik der letzten Jahre, so kann und sollte man seine Stimme einer der Kleinstparteien  (BGE, V-Partei, DM, DiB, Tierschutzallianz u.a.) geben. So nimmt man den etablierten Parteien prozentuale Stimmenanteile weg.

Zur Wahl in diesem Jahr stehen auch Parteien, die neu antreten zur Bundestagswahl, das wären u.a. DieBasis und WiR2000.

 

Wer nicht wählen geht muss sich später nicht über das Wahlergebnis beschweren. Jeder Bürger ist gefragt etwas für eine Veränderung in diesem, unserem Land zu tun.

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